Konzertsaison 2026/27

Die neue Saison der Staatskapelle Berlin

Berlin ist eine Stadt mit einem besonders reichhaltigen Musikleben – und die Staatsoper Unter den Linden trägt mit ihrem Orchester, der Staatskapelle Berlin, ganz wesentlich dazu bei. Hier, im Herzen Berlins, sind eine Institution und ein Klang beheimatet, die große Ausstrahlungskraft besitzen, in die Stadt hinein, aber weit darüber hinaus. Künstlerische Exzellenz ist dabei Ziel und Verpflichtung – in jeder Vorstellung hat sie sich neu zu erweisen, insofern ist sie als eine permanente Herausforderung zu begreifen. Das war in der Geschichte so, das ist desgleichen für die Gegenwart aktuell und soll auch für die Zukunft gelten. Die neue Konzertsaison, vor der wir stehen, kann und soll dies leisten, sie reicht vom großen Symphoniekonzert bis zu kleineren Formaten, mit einer ausgesprochenen programmatischen und stilistischen Vielfalt. Wir möchten Sie, unser interessiertes Publikum, auch 2026/27 mit einem breiten Angebot ansprechen, im Großen Saal und im Apollosaal der Staatsoper Unter den Linden, in der Philharmonie, im Pierre Boulez Saal, im Bode-Museum und gerne auch auf einer der Gastspielreisen, die von der Staatskapelle Berlin im Laufe der neuen Spielzeit unternommen werden.

Und die Förderung des musikalischen Nachwuchses, ob nun spielend und singend oder hörend und mitmachend, ist uns ein ebenso wichtiges Anliegen, wie schon in den Jahren zuvor – man denke nur an die sehr erfolgreichen, seit geraumer Zeit schon etablierten Einrichtungen der Orchesterakademie und des Internationalen Opernstudios, aber auch an die vielfältigen Angebote für ein junges Publikum. Im Zentrum unserer Konzertaktivitäten stehen naturgemäß die Auftritte der Staatskapelle Berlin, dem Traditionsorchester der Stadt, das seit mehr als 450 Jahren das kulturelle Leben in unserer Metropole prägt und zugleich Weltrang besitzt. Mit Christian Thielemann als Generalmusikdirektor, der in seine dritte Saison mit der Staatskapelle geht, steht ein weltweit führender Dirigent von höchstem künstlerischem Prestige an der Spitze des Orchesters. Die bislang so produktive und erfolgreiche gemeinsame Arbeit wird nun fortgesetzt, mit vier Doppelkonzerten innerhalb der Reihe der regulären Symphoniekonzerte sowie einer Serie von Sonderkonzerten, wie üblich und bewährt zu Silvester und Neujahr sowie zu den österlichen Festtagen (mit einer Aufführung von Beethovens 9. Symphonie anlässlich des Beethoven- Jahrs 2027) und zu „Staatsoper für alle“ open air auf dem Bebelplatz, dazu auch wieder ein Programm unter dem Titel „Musik aus fernen Rundfunktagen“. Darüber hinaus wird Christian Thielemann die Staatskapelle Berlin auf einer Tournee nach Fernost dirigieren, die erstmals nach längerer Zeit auch wieder eine szenische Opernproduktion umfasst, Strauss‘ Rosenkavalier im neuen Opernhaus in Shanghai. Hinzu kommen Gastkonzerte in Frankfurt am Main, Dresden und Wien, mit denen sich die Staatskapelle Berlin und ihr Generalmusikdirektor mit Werken von Liszt und Strauss präsentieren, ergänzt durch ein Gastspiel im tschechischen Litomyšl, das Jakub Hrůša leiten wird. Im Rahmen der Symphoniekonzerte in der Staatsoper und in der Philharmonie freuen wir uns auf die Debüts von Marie Jacquot und Jakub Hrůša. Mit Petr Popelka und Philippe Jordan sind zwei weitere vom Orchester sehr geschätzte Dirigenten eingeladen, ebenso herausragende Vokal- und Instrumental-Solistinnen und -Solisten, die in der Welt der klassischen Musik einen exzellenten Ruf genießen: Diana Damrau, Camilla Nylund, Piotr Beczała und Christian Gerhaher, María Dueñas, Sol Gabetta, Antoine Tamestit, Kian Soltani und Rudolf Buchbinder. Verschiedene Generationen kommen zusammen, das Repertoire reicht von der Wiener Klassik über die musikalische Romantik in verschiedensten Ausprägungen bis zur Klassischen Moderne, mit bewusst gesetzten inhaltlichen Schwerpunkten. Im Pierre Boulez Saal werden mit Gemma New und Andreas Ottensamer ebenfalls zwei Gäste mit der Staatskapelle debütieren, mit Programmen, die auf diesen besonderen Konzertraum zugeschnitten sind. Der Große Saal der Staatsoper wiederum ist Ort für fünf Liederabende mit Größen der internationalen Oper – und auch für zwei Konzerte mit dem sich immer weiter entwickelnden Kinderchor der Staatsoper bildet er den festlichen Rahmen. Groß ist die Zahl an den „kleinen“ Formaten, die wesentlich im Apollosaal beheimatet sind: Kammerkonzerte mit Ensembles der Staatskapelle sind hier ebenso zu erleben wie Konzerte von Preußens Hofmusik, die sich der vorklassischen Musik widmen. Ebenso freuen wir uns erneut auf Kinderkonzerte, die für ein junges Publikum von Vor- und Grundschulkindern konzipiert und gestaltet werden, in der besonderen Atmosphäre des Apollosaals. Liederabende des Internationalen Opernstudios kommen hinzu, ebenso auch wieder eine „Lange Nacht des Liedes“ mit Ensemblesängerinnen und -sängern sowie Konzerte des Jugendchors und des Apollo-Chors. Neu entwickelt ist der „Apollo-Salon“, bestehend aus zehn Sonntagsmatineen mit Wort- und Musikbeiträgen, sicherlich ein spannendes, anregendes und bereicherndes Vorhaben, das hoffentlich gute Resonanz finden möge. Noch mehr ist zu nennen, wenn das Konzertangebot von Staatsoper und Staatskapelle umrissen werden soll, etwa die sonntäglichen Museumskonzerte im Bode-Museum, das performative Diskurs- und Konzertformat Sustainable Listening im speziellen Ambiente der Probebühne 1, das Klimakonzert des Orchesters des Wandels und natürlich auch die bereits seit mehreren Jahren stattfindenden Konzerte des Opernkinderorchesters, im Großen Saal der Staatsoper wie unter freiem Himmel auf dem Bebelplatz bei „Staatsoper für alle“. Und im Zuge der Barocktage kehren auch Konzerte mit einem Repertoire des 17. und 18. Jahrhunderts zurück, mit Musik von Monteverdi, Händel und anderen, aufgeführt von renommierten Ensembles der Alten Musik und ihren Protagonistinnen und Protagonisten, die eigene Akzente setzen werden. Wie üblich wollen wir Ihnen mit diesem Heft die gesammelten Konzertaktivitäten der Staatsoper Unter den Linden, mit der Staatskapelle Berlin im Mittelpunkt, in ihrer Fülle und Vielfalt vorstellen. Große und kleine Veranstaltungen bestehen dabei parallel zueinander, nehmen wiederholt aufeinander Bezug fügen sich ein in ein vielgestaltiges Angebot, das den Spielplan der Staatsoper insgesamt ausmacht. Das Haus, die Institution und der Klang, jeweils einzigartig, bilden eine Einheit und strahlen von Berlins berühmten Linden weithin aus. Ein herzliches Willkommen allen unseren Gästen aus Berlin, Deutschland und der Welt – wir hoffen auf Ihr Interesse an unseren Konzerten, mit Musik voller Ausdruck und Schönheit, die berührt, bewegt und inspiriert!

Ihre Staatsoper Unter den Linden

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 Symphoniekonzerte


I


Wolfgang Amadeus Mozart: Klavierkonzert Nr. 21 C-Dur KV 467
Anton Bruckner: Symphonie Nr. 4 Es-Dur Romantische


Dirigent: Christian Thielemann
Klavier: Rudolf Buchbinder 


8.   9. September 2026


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II


Richard Strauss:
Vier letzte Lieder
Tod und Verklärung
Till Eulenspiegels lustige Streiche


Dirigent: Christian Thielemann
Sopran: Diana Damrau 


20.   21. Oktober 2026


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III


Modest Mussorgsky: Eine Nacht auf dem kahlen Berge
Béla Bartók: Violakonzert
Modest Mussorgsky: Bilder einer Ausstellung
(Orchestration: Maurice Ravel)


Dirigentin: Marie Jacquot
Viola: Antoine Tamestit


8.   9. Dezember 2026


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IV


Felix Mendelssohn Bartholdy:
Meeresstille und glückliche Fahrt op. 27
Konzert für Violine und Streichorchester d-Moll
Ouvertüre zu Ein Sommernachtstraum op. 21
Symphonie Nr. 5 d-Moll op. 107 Reformations-Symphonie


Dirigent: Christian Thielemann
Violine: María Dueñas


12.   13. Januar 2027


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V


Sergej Prokofjew: Sinfonia concertante für Violoncello
und Orchester op. 125
Peter Tschaikowsky: Francesca da Rimini op. 32
Igor Strawinsky: L’oiseau de feu (Suite 1919) 


Dirigent: Petr Popelka
Violoncello: Kian Soltani 


23.   24. Februar 2027


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VI


Franz Liszt: Festklänge (Symphonische Dichtung Nr. 7)
Richard Strauss: Orchesterlieder
Franz Liszt: Les Préludes (Symphonische Dichtung Nr. 3)


Dirigent: Christian Thielemann
Sopran: Camilla Nylund  
Tenor: Piotr Beczała


13.   14. April 2027


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VII


Nikolai Rimsky-Korsakow: Capriccio espagnol op. 34
Edouard Lalo: Violoncellokonzert d-Moll
Maurice Ravel: Rapsodie espagnole, Alborada del gracioso, Boléro


Dirigent: Philippe Jordan
Violoncello: Sol Gabetta


25.   31. Mai 2027


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VIII


Ludwig van Beethoven: Ouvertüre Leonore III op. 72a
Antonín Dvořák: Ouvertüre Othello op. 93
Gustav Mahler: Lieder eines fahrenden Gesellen
Leoš Janáček: Sinfonietta


Dirigent: Jakub Hrůša
Bariton: Christian Gerhaher


22.   23. Juni 2027


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 Sonderkonzerte


Konzert im Pierre Boulez Saal I


Jessie Montgomery: Strum
Benjamin Britten: Serenade op. 31 für Tenor, Horn und Streicher
Joseph Haydn: Symphonie Nr. 104 D-Dur London

Mit Gemma New und der Staatskapelle Berlin


12. Oktober 2026


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Konzert zum Jahreswechsel


Von Babelsberg bis Hollywood
Filmmusiken von Gottfried Huppertz, Erich Wolfgang Korngold u. a. 

Mit Christian Thielemann und der Staatskapelle Berlin


31. Dezember 2026 & 1. Januar 2027


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Konzert im Pierre Boulez Saal II


Wolfgang Amadeus Mozart: Symphonie Nr. 29 A-Dur KV 201
Arnold Schönberg: Kammersymphonie Nr. 2 op. 38
Franz Schreker: Intermezzo für Streicher
Joseph Haydn: Symphonie Nr. 92 G-Dur Oxford

Mit Andreas Ottensamer und der Staatskapelle Berlin


28. Januar 2027


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Sonderkonzert „Musik aus fernen Rundfunktagen“


Musik aus Wien und Berlin mit Klängen aus Tanzsaal und Varieté

Mit Christian Thielemann und der Staatskapelle Berlin


6. & 7. Februar 2027


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Festtage-Konzert Staatskapelle Berlin


Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 9 d-Moll op. 125


Dirigent: Christian Thielemann
Mit Julia Kleiter, Patricia Nolz, Klaus Florian Vogt, René Pape, Staatsopernchor


28. März 2027


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Staatsoper für alle - Open-Air-Konzert


Felix Mendelssohn Bartholdy: Meeresstille und glückliche Fahrt op. 27
Symphonie Nr. 5 d-Moll op. 107 Reformations-Symphonie

Franz Liszt:
Festklänge (Symphonische Dichtung Nr. 7)


Dirigent: Christian Thielemann


13. Juni 2027


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Konzertvorschau 26/27

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