Die Sopranistin Vera-Lotte Boecker hat sich ein Repertoire von klassischer Oper bis zu zeitgenössischer Musik erarbeitet. 2022 wurde sie von Opernwelt zur Sängerin des Jahres gekürt. Zu ihren Höhepunkten zählen die Titelrolle in Bergs Lulu, Dorotka in Schwanda, der Dudelsackpfeifer (MusikTheater an der Wien), die Titelrolle in Schumanns Das Paradies und die Peri (Staatsoper Hamburg) sowie Fusako Kuroda in Henzes Das verratene Meer an der Wiener Staatsoper. An der Bayerischen Staatsoper sang sie u.a. Donna Anna in David Hermanns Neuproduktion von Mozarts Don Giovanni, Nadja in der Uraufführung von Haas’ Bluthaus, La Princesse Eudoxie in La Juive und Mary Stuart, Queen of Scots in der Uraufführung von Brett Deans Of One Blood. Zuvor übernahm sie u.a. Gilda (Rigoletto), Nanetta (Falstaff) und Adele (Die Fledermaus) an der Wiener Staatsoper, Agnès in Written on Skin (Bolschoi-Theater), Autonoe in The Bassarids (Salzburger Festspiele) und Natalie in Der Prinz von Homburg (Stuttgart). An der Staatsoper Unter den Linden war sie als Titelfigur in Strauss’ Daphne in der Neuinszenierung von Romeo Castellucci zu erleben und sang 2026 die Titelpartie in Janáčeks Das schlaue Füchslein. Im Konzertbereich trat sie solistisch in Schönbergs Gurre-Lieder, Brahms’ Ein deutsches Requiem, Mahlers Symphonie Nr. 2 und 4, Zemlinskys Lyrische Symphonie und Reimanns Mignon auf. Weitere Auftritte führten sie u. a. ins Wiener Konzerthaus, in die Kölner Philharmonie, die Stuttgarter Philharmonie und den Musikverein Wien. Dirigenten, mit denen sie arbeitete, sind u. a. Thomas Guggeis, Maxime Pascal, Petr Popelka, Titus Engel, Lorenzo Viotti und Philippe Jordan. 2023 wurde sie mit dem Deutschen Theaterpreis DER FAUST in der Kategorie „Darstellerin Musiktheater“ ausgezeichnet.
Stand: Oktober 2026