Spielzeit 2026/27

Die Staatsoper Unter den Linden präsentiert die Spielzeit 2026/27

In ihrer bisher sehr erfolgreich verlaufenden zweiten gemeinsamen Spielzeit präsentieren Intendantin Elisabeth Sobotka und Generalmusikdirektor Christian Thielemann das Opern- und Konzertprogramm der Saison 2026/27 der Staatsoper Unter den Linden. Mit sechs Premieren, einem weit gefächerten Repertoire, herausragenden Besetzungen und einem vielfältigen Konzertprogramm knüpft die kommende Saison an die große künstlerische Bandbreite und Exzellenz der vergangenen Jahre an.

Zur Vorschauseite

Zahlreiche Sänger:innen von Weltrang sind in der Spielzeit 2026/27 an der Staatsoper zu erleben. Erstmals am Haus treten Sabine Devieilhe, Xabier Anduaga und Jonathan Tetelman auf. Wichtige Rollendebüts geben unter anderem Sonya Yoncheva, Diana Damrau, Aigul Akhmetshina, Freddie De Tommaso und Benjamin Bernheim. Zu den weiteren gesanglichen Höhepunkten der Saison zählen Auftritte von Anna Netrebko, Lise Davidsen, Asmik Grigorian, Nadine Sierra, Cecilia Bartoli, Joyce DiDonato und Ludovic Tézier.

Generalmusikdirektor Christian Thielemann übernimmt die musikalische Leitung der Premiere von Engelbert Humperdincks Königskinder und dirigiert bei den Festtagen 2027 Richard Wagners Tannhäuser sowie zuvor Tristan und Isolde. Allein in Berlin dirigiert er insgesamt 14 Konzerte.

Ein besonderes Ereignis der Konzertsaison bildet die Aufführung von Ludwig van Beethovens 9. Symphonie anlässlich seines 200. Todestages. Das Werk erklingt im Rahmen der Festtage 2027 unter der Leitung von Christian Thielemann mit der Staatskapelle Berlin, dem Staatsopernchor sowie den Gesangssolist:innen Julia Kleiter, Patricia Nolz, Klaus Florian Vogt und René Pape.

Die Barocktage können nach zwei Jahren Pause an die Staatsoper zurückkehren. Ein Höhepunkt des Festivals wird die neue Inszenierung von Francesco Cavallis La Calisto sein, 25 Jahre nach der legendären Produktion von Herbert Wernicke. Cecilia Bartoli präsentiert gemeinsam mit Les Musiciens du Prince Monaco und dem Chor Il Canto di Orfeo unter Gianluca Capuano Christoph Willibald Glucks Orfeo ed Euridice. Claudio Monteverdis L’incoronazione di Poppea und Henry Purcells Dido & Aeneas werden beide von der Akademie für Alte Musik Berlin gespielt, die seit Jahrzehnten die Barocktage prägt.

Premieren

In der Spielzeit 2026/27 stehen sechs Opernpremieren auf dem Programm der Staatsoper Unter den Linden.

Den Auftakt bildet Gaspare Spontinis La Vestale. Das 1807 in Paris uraufgeführte Werk und sein Komponist sind eng mit der Berliner Operngeschichte verbunden: Spontini war von 1820 bis 1841 erster Generalmusikdirektor der Königlichen Oper Berlin. Regisseurin Lydia Steier widmet sich in ihrer Inszenierung den Mechanismen eines autokratischen Systems. Am Pult der Staatskapelle Berlin steht Carlo Rizzi, die Titelpartie übernimmt Sonya Yoncheva. Premiere: 26. September 2026.

Im Rahmen der Barocktage folgt Francesco Cavallis La Calisto, ein Meisterwerk der venezianischen Barockoper. Christina Pluhar übernimmt die musikalische Leitung am Pult ihres Ensembles L’Arpeggiata in Kooperation mit der Akademie für Alte Musik Berlin. Regisseur Stefan Herheim bringt das mythologische Geschehen in einer bildreichen Ästhetik auf die Bühne, mit Vera-Lotte Boecker als Calisto an der Spitze einer exzellenten Besetzung. Premiere: 8. November 2026.

Zu den Festtagen 2027 steht Giacomo Puccinis erster großer Opernerfolg Manon Lescaut auf dem Spielplan. Bertrand de Billy dirigiert die Neuproduktion, Johannes Erath inszeniert. Die Titelpartie übernimmt Asmik Grigorian, als Des Grieux ist Joshua Guerrero zu erleben. Premiere: 21. März 2027.

Mit Engelbert Humperdincks Königskinder widmet sich Christian Thielemann einer selten gespielten spätromantischen Oper von großer orchestraler Klangfülle. Regie führt David Bösch. Die Solopartien werden von Sebastian Kohlhepp, Diana Damrau, Evelyn Herlitzius und Christian Gerhaher übernommen. Premiere: 1. Mai 2027.

Giuseppe Verdis La forza del destino wird unter der musikalischen Leitung von Philippe Jordan zur Aufführung gebracht. Regisseur Vasily Barkhatov zeigt das traumatische Ereignis zu Beginn der Oper aus verschiedenen Perspektiven. Die Hauptpartien sind mit Lise Davidsen, Freddie De Tommaso, Roberto Tagliavini und Igor Golovatenko hervorragend besetzt. Premiere: 22. Mai 2027.

Ein besonderes Angebot für junges Publikum bildet Die Fledermaus für Kinder. Die Fassung von Regisseurin Giulia Giammona verlegt die Handlung von Johann Strauß‘ Operette in ein Internat und bezieht das junge Publikum im Format „Operette zum Mitmachen“ aktiv in das Geschehen ein. Premiere: 21. Januar 2027.

Repertoire

In der Spielzeit 2026/27 sind insgesamt 23 Repertoire-Produktionen im Großen Saal der Staatsoper Unter den Linden zu erleben, die ein breites Spektrum an musikalischen Stilen und Regiehandschriften präsentieren.

Auf dem Spielplan stehen unter anderem Richard Strauss’ Ariadne auf Naxos (Regie: Hans Neuenfels), Mozarts Die Entführung aus dem Serail (Andrea Moses) und Die Zauberflöte (August Everding), Puccinis La Bohème (Lindy Hume) und Madama Butterfly (Eike Gramss) sowie Verdis La traviata (Dieter Dorn), Nabucco (Emma Dante) und Rigoletto (Bartlett Sher).

Darüber hinaus sind die Produktionen von Donizettis L’elisir d’amore (Percy Adlon), Bizets Les pêcheurs de perles (Wim Wenders), Saint-Saëns’ Samson et Dalila (Damián Szifron), Wagners Tannhäuser (Sasha Waltz) und Tristan und Isolde (Harry Kupfer) sowie Rimski-Korsakows Die Zarenbraut (Dmitri Tcherniakov) und Mozarts Idomeneo (David McVicar) zu erleben.

Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Christian Thielemann, Simon Rattle, Marc Minkowski, Alexander Soddy, Domingo Hindoyan, Simone Young, Keri-Lynn Wilson, Giedrė Šlekytė, Axel Kober, Giuseppe Mentuccia, Tim Fluch u.a.

Barocktage 2026 (7. bis 27. November 2026)

Die Barocktage der Staatsoper Unter den Linden widmen sich nach zwei Jahren Pause 2026 der reichen Vielfalt der Opernkunst des 17. und 18. Jahrhunderts. Im Zentrum steht Francesco Cavallis La Calisto, die in einer Neuinszenierung von Stefan Herheim unter der musikalischen Leitung von Christina Pluhar Premiere feiert.

Cecilia Bartoli kehrt als Orfeo in Glucks Orfeo ed Euridice an die Staatsoper zurück, in einem Gastspiel der Oper Monte-Carlo. Wiederaufnahmen von Claudio Monteverdis L’incoronazione di Poppea sowie Purcells Dido & Aeneas ergänzen das Opernprogramm. Darüber hinaus beleuchten mehrere Konzerte im Großen Saal und im Apollosaal die musikalische Vielfalt der Epoche – etwa mit Rolando Villazón in Combattimento – Liebe, die in den Tod führt, Raffaele Pe in einem Monteverdi-Programm sowie Aufführungen mit der Akademie für Alte Musik Berlin und dem Ensemble L’Arpeggiata.

Festtage 2027 (20. bis 29. März 2027)

Im Rahmen der Festtage 2027 stehen zwei große Opernproduktionen auf dem Programm: die Premiere von Giacomo Puccinis Manon Lescaut, dirigiert von Bertrand de Billy und inszeniert von Johannes Erath sowie Richard Wagners Tannhäuser in der Inszenierung von Sasha Waltz unter der musikalischen Leitung von Christian Thielemann.

Ergänzt wird das Programm durch ein Konzert mit Joyce DiDonato im Großen Saal sowie das Festtage-Konzert der Staatskapelle Berlin unter der Leitung ihres Generalmusikdirektors Christian Thielemann mit Ludwig van Beethovens Symphonie Nr. 9 anlässlich des 200. Todestages des Wiener Klassikers.

Symphoniekonzerte

Die große Tradition der Symphoniekonzerte der Staatskapelle Berlin geht in der Spielzeit 2026/27 in ihre 185. Saison. In acht Doppelkonzerten in der Staatsoper Unter den Linden und in der Philharmonie präsentiert das Orchester gemeinsam mit Christian Thielemann, renommierten Gastdirigent:innen und internationalen Solist:innen zentrale Werke des Repertoires. Neben Generalmusikdirektor Christian Thielemann sind Philippe Jordan und Petr Popelka erneut am Pult der Staatskapelle zu erleben; erstmals dirigieren Marie Jacquot und Jakub Hrůša Symphoniekonzerte. Zu den Solist:innen zählen Rudolf Buchbinder, María Dueñas, Sol Gabetta, Antoine Tamestit und Kian Soltani sowie die Sänger:innen Diana Damrau, Camilla Nylund, Piotr Beczała und Christian Gerhaher.

Programmatisch reicht das Spektrum von Mozart und Beethoven über Werke der Romantik bis zur Musik des 20. Jahrhunderts. Christian Thielemann setzt dabei seine über mehrere Spielzeiten angelegten Zyklen von Franz Liszts Symphonischen Dichtungen sowie sämtlicher Orchesterlieder von Richard Strauss fort. Neben weiteren Strauss-Werken dirigiert er die Staatskapelle Berlin mit Werken von Felix Mendelssohn Bartholdy sowie einer Symphonie von Anton Bruckner.

Konzert zum Jahreswechsel

Das traditionelle Konzert zum Jahreswechsel widmet sich diesmal Filmmusik aus Europa und Amerika – von Babelsberg bis Hollywood. Unter der Leitung von Christian Thielemann wird sich die Staatskapelle Berlin einem für sie eher ungewöhnlichen Repertoire widmen. Die Konzerte finden am 31. Dezember 2026 und 1. Januar 2027 im Großen Saal der Staatsoper statt.

Weitere Sonderkonzerte

Mit dem Konzert „Musik aus fernen Rundfunktagen“ setzen Christian Thielemann und die Staatskapelle Berlin ihre Erkundung der gehobenen Unterhaltungsmusik fort – diesmal mit einem Programm rund um Tanz und Varieté.

Zudem finden erneut Konzerte im Pierre Boulez Saal statt, bei denen Gemma New und Andreas Ottensamer erstmals die Staatskapelle Berlin dirigieren werden. Am 4. Juni feiert Cecilia Bartoli ihr 40-jähriges Bühnenjubiläum mit einer konzertanten Aufführung von Rossinis Il Barbiere di Siviglia.

Opern-Gastspiel und Konzertreisen der Staatskapelle

In der Saison 2026/27 unternimmt die Staatsoper ein Opern-Gastspiel mit Richard Strauss‘ Der Rosenkavalier unter Christian Thielemanns Leitung nach Shanghai. Anschließend gehen die Staatskapelle Berlin und ihr Generalmusikdirektor auf eine Asien-Tournee mit Konzerten in Kawasaki, Tokio und Taipeh mit Werken von Wolfgang Amadeus Mozart, Anton Bruckner und Richard Strauss.

Weitere Gastspiele führen das Orchester und Christian Thielemann nach Frankfurt am Main, Dresden und Wien. Die Gastspielsaison endet mit einem Konzert beim Festival in Litomyšl unter der Leitung von Jakub Hrůša.

Liederabende

Auch in der Spielzeit 2026/27 sind im Großen Saal fünf Liederabende international renommierter Sänger:innen zu erleben. Zu Gast sind Ludovic Tézier, Rachel Willis-Sørensen, Joyce DiDonato, Xabier Anduaga und Nadine Sierra.

Kammermusik

Die traditionsreichen Kammermusikreihen der Staatskapelle Berlin bereichern auch in dieser Saison das Programm der Staatsoper. Im Apollosaal stehen Kammerkonzerte mit Musiker:innen der Staatskapelle auf dem Programm, die sich in dieser Spielzeit thematisch dem Begriff „Freiheit“ widmen – inspiriert vom Beethoven-Jubiläum 2027. Ergänzt wird das Angebot durch die Konzertreihe Preußens Hofmusik, die sich der Musik des Barock und der Frühklassik widmet, sowie durch die Museumskonzerte im Bode-Museum, bei denen Kammermusik mit der besonderen Atmosphäre der Museumsinsel verbunden wird.

Darüber hinaus wird mit dem „Apollo-Salon“ ein neues Format kreiert, in Gestalt von zehn über die Saison verteilten Sonntagsmatineen im Apollosaal der Staatsoper.

Staatsoper für alle

Im Rahmen des 20. Jubiläums von Staatsoper für alle ist die Staatskapelle Berlin wiederum mit einem großen Open-Air-Konzert auf dem Bebelplatz zu erleben. Unter der Leitung ihres Generalmusikdirektors Christian Thielemann erklingen Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy und Franz Liszt. Am Vortag wird Nikolai Rimski-Korsakows Oper Die Zarenbraut in der Inszenierung von Dmitri Tcherniakov unter der musikalischen Leitung von Keri-Lynn Wilson live aus der Staatsoper auf den Bebelplatz übertragen. Wir danken BMW für die Möglichkeit, allen Berlinerinnen und Berlinern freien Zugang zu Oper und Konzert zu ermöglichen.

Junge Staatsoper

Mit einem vielfältigen Programm setzt die Junge Staatsoper auch in der Spielzeit 2026/27 ihren Einsatz für junges Publikum fort. Nachdem mehrere tausend Kinder in den vergangenen zwei Spielzeiten bei Der Freischütz für Kinder verzaubert wurden, kommt mit Die Fledermaus eine Operette zum Mitmachen für Kinder auf die große Bühne der Staatsoper. In der Inszenierung von Giulia Giammona wird Johann Strauß’ berühmte Operette für Kinder ab acht Jahren neu erzählt und lädt das junge Publikum im Zuschauerraum dazu ein, selbst Teil des Geschehens zu werden.

Auch das Kinderopernhaus Berlin bildet unverändert eine zentrale Säule der Educationarbeit der Staatsoper. Das dreistufige Projekt ermöglicht Kindern im Alter von 8 bis 13 Jahren in Kinderoper-AGs an 16 Berliner Grundschulen sowie in regionalen Kinderopernhäusern in mehreren Bezirken, eigene Musiktheaterproduktionen zu entwickeln und aufzuführen. Den Höhepunkt bildet die Produktion des Kinderopernhauses an der Staatsoper Unter den Linden, wo diese Spielzeit ein Projekt unter dem Titel Irrlichter – Das Geheimnis der Villi mit Musik von Giacomo Puccini entsteht. Auch das Opernkinderorchester unter der Leitung von Giuseppe Mentuccia wird in der kommenden Spielzeit wieder sowohl im Großen Saal der Staatsoper Unter den Linden als auch im Rahmen von „Staatsoper für alle“ auf der großen Open-Air-Bühne am Bebelplatz auftreten.  

Die Staatsoper in Kooperation mit der freien Szene

Das Musiktheater Frei geartete Kunst ist eine musikalisch-performative Auseinandersetzung mit künstlerischer Freiheit 90 Jahre nach der Diffamierung „Entartete Kunst“ – dort, wo diese autoritäre Machtgeste begann: im Berliner Kronprinzenpalais. Nico and the Navigators und die Staatsoper Unter den Linden machen im Juni 2027 in Zusammenarbeit mit dem Gorki Theater das historische Gebäude zur klingenden Zeitkapsel. Dafür begegnen sich die beiden unterschiedlichen künstlerischen Systeme – Freie Szene und staatliche Institution – in einer gleichberechtigten Koproduktion unter der künstlerischen Leitung von Nicola Hümpel, von und mit Musiker:innen und Sänger:innen der Staatsoper Unter den Linden und Nico and the Navigators. Mit Werken diffamierter Komponist:innen, Bildzitaten beschlagnahmter Gemälde, KI-gestützten Videos und begehbaren Installationen entsteht ein Musiktheater zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Original und Projektion, Traum und Trauma.

Hausdebüts

  • Sabine Devieilhe – Ilia (Idomeneo)
  • Xabier Anduaga – Liederabend
  • Jonathan Tetelman – Samson (Samson et Dalila)

Ausgewählte Rollendebüts

  • Sonya Yoncheva – Julia (La Vestale)
  • Diana Damrau – Die Gänsemagd (Königskinder)
  • Aigul Akhmetshina – Ljubascha (Die Zarenbraut)
  • Freddie De Tommaso – Don Alvaro (La forza del destino)
  • Benjamin Bernheim – Cavaradossi (Tosca)

Dirigent:innen der Symphoniekonzerte

  • Christian Thielemann
  • Marie Jacquot
  • Philippe Jordan
  • Jakub Hrůša
  • Petr Popelka

Hauptpartner

Die Staatsoper dankt den Freunden und Förderern der Staatsoper Unter den Linden, BMW und dem Board of Trustees herzlich für ihre Unterstützung.

Board of Trustees

Um die Herausforderungen der Zukunft gut bewältigen zu können und die Tätigkeit der Stiftung der Staatsoper Unter den Linden zu stärken, hat die Staatsoper ein Board of Trustees mit hochkarätigen, international agierenden Persönlichkeiten gegründet. Formal angegliedert ist das Board of Trustees an die Stiftung Staatsoper Unter den Linden und arbeitet somit im direkten Austausch mit der Geschäftsführung des Hauses. Chairman des Boards ist Alexander Doll.