Geboren in Nancy, studierte Louis Geisler Geschichte und Literatur, bevor er am Institut d'Études Politiques in Aix-en-Provence Jura und europäische Politik studierte. 2011 kam er zum Festival d'Aix-en-Provence, wo er zunächst mit Bernard Foccroulle und dann mit Pierre Audi zusammenarbeitete. Dort rief er 2015 »Opera On« ins Leben, ein Programm für junge Menschen zwischen 18 und 30 Jahren, um mit der Oper in Kontakt zu kommen. Anlässlich des 70-jährigen Bestehens der Institution veröffentlichte er mit Alain Perroux den Bildband »L'opéra, miroir du monde: Festival d'Aix-en-Provence 2007-2018« bei Actes Sud. Seit Januar 2019 ist Louis Geisler als freier Dramaturg tätig und arbeitet weiterhin für Vorträge, Videopräsentationen, Podcasts und Programmbeiträge mit dem Festival d'Aix-en-Provence. Seit 2016 arbeitet er regelmäßig mit dem Regisseur Vincent Huguet zusammen, insbesondere bei »To Be or Not to Be« (nach Shakespeare und Purcell) an der Opéra de Rouen 2016 und 2017 an der Philharmonie de Paris, bei »Les Voyages de Don Quichotte« (nach Strauss, de Falla und Massenet) 2016 und »La Vie Parisienne« (Offenbach) 2017 an der Opéra national de Bordeaux sowie für »Dido and Aeneas« beim Festival d’Aix-en-Provence 2018. Er wirkte in der Hundertjahrfeier-Produktion von »Die Frau ohne Schatten« (Strauss) an der Wiener Staatsoper unter Christian Thielemann mit, u. a. mit Camilla Nylund, Nina Stemme und Evelyn Herlitzius. In der Spielzeit 2019/20 war er mit Vincent Huguet und seinem Team für »Les Contes d'Hoffmann« (Offenbach) unter der Leitung von Marc Minkowski an der Opéra national de Bordeaux und für »Manon« (Massenet) mit Pretty Yende, Benjamin Bernheim und Ludovic Tézier an der Opéra national de Paris tätig.