Die litauische Sängerin Violeta Urmana ist eine der bekanntesten Opernsängerinnen unserer Zeit und begann ihre Karriere als dramatische Mezzosopranistin. Durch die Interpretationen von Kundry in »Parsifal« und Prinzessin Eboli in »Don Carlo« erlangte sie weltweite Berühmtheit. Nach dem Fachwechsel zum dramatischen Sopran sang sie Partien wie u. a. Elisabeth de Valois in »Don Carlo«, Lady Macbeth in »Macbeth«, Isolde in »Tristan und Isolde«, Brünnhilde in »Siegfried« und Sieglinde in »Die Walküre«. Seit 2015 übernimmt Violeta Urmana wieder Mezzosopran-Partien und ist regelmäßig zu Gast an Opernhäusern wie dem Teatro alla Scala in Mailand, dem Teatro Real in Madrid, der Wiener Staatsoper, der Opéra national de Paris, der Metropolitan Opera, dem Gran Teatre del Liceu in Barcelona und bei den Festivals in Bayreuth, Salzburg und Aix-en-Provence. Außerdem konzertiert sie in den renommiertesten Konzertsälen Europas und in Übersee, wo sie mit berühmten Dirigenten wie Claudio Abbado, Daniel Barenboim oder Bertrand de Billy zusammenarbeitet. Zahlreiche CD-Aufnahmen und Auszeichnungen dokumentieren ihre Karriere, darunter der Preis der Royal Philharmonic Society, und die Titel der Österreichischen Kammersängerin in Wien und der »Commendatore dell’Ordine della Stella d’Italia« 2014. Sie hat außerdem den Orden des litauischen Großfürsten Gediminas und einen Ehrendoktor-Titel der Litauischen Universität für Musik und Theater verliehen bekommen. Seit 2016 ist Violeta Urmana UNESCO-Künstlerin für den Frieden.