Okka von der Damerau

Die von den Kritikern hoch gelobte Okka von der Damerau ist eine der vielversprechendsten Künstlerinnen ihrer Generation. In Hamburg geboren, studierte sie an der Hochschule für Musik und Theater in Rostock, an der Opernschule Stuttgart sowie an der Hochschule für Musik Freiburg und machte 2006 ihren Abschluss. Schon während des Studiums hatte sie erste Gastengagements am Volkstheater Rostock und am Theater Freiburg. Im Februar 2006 erhielt sie den Spezialpreis der Jury des in Venedig stattfindenden Wettbewerbs »Junge Wagnerstimmen«.
Nach einem Festengagement an der Staatsoper Hannover von 2006–2010 debütierte Okka von der Damerau in der Saison 2008/09 an der Bayerischen Staatsoper und ist seit der Saison 2010/11 Ensemblemitglied. Hier trat sie u. a. als Hänsel in Humperdincks »Hänsel und Gretel« auf, als Dritte Dame in »Die Zauberflöte«, Suzuki in »Madama Butterfly«, Brangäne in »Tristan und Isolde« und Emilia in Verdis »Otello«.
Ferner feierte sie ihre Rollendebüts als Ulrica in Verdis »Un ballo in maschera« (Dirigat Zubin Mehta/Regie Johannes Erath), als Magdalena in Wagners »Die Meistersinger von Nürnberg« (Dirigat Kirill Petrenko/Regie David Bösch) und als Äbtissin in Prokofjews »Der feurige Engel« (Dirigat Vladimir Jurowski/Regie Barrie Kosky). 2013 erhielt sie den Festspielpreis der Münchner Opernfestspiele für ihre außergewöhnliche Aufführung während der vorangegangenen Opernfestspiele.
Bei den Bayreuther Festspielen 2014 sang sie als Floßhilde umjubelte Vorstellungen von »Das Rheingold«, Erste Norn und Floßhilde in »Götterdämmerung« und Grimgerde in »Die Walküre« in Frank Castorfs Produktion von »Der Ring des Nibelungen« unter der Leitung von Kirill Petrenko. 2016/17 debütierte Okka von der Damerau an der Lyric Opera of Chicago (Erda in »Das Rheingold« sowie Anna in »Les Troyens«) und an der Wiener Staatsoper (Erda in »Das Rheingold« und »Siegfried«). Bereits 2014/15 gab die Künstlerin ihr Debüt am Teatro alla Scala in Mailand als Charlotte in Zimmermanns »Die Soldaten« in einer Neuproduktion von Alvis Hermanis unter dem Dirigat von Ingo Metzmacher. In derselben Spielzeit trat sie auch in Strauss’ »Die ägyptische Helena« in der Rolle der Allwissenden Muschel am Opernhaus Frankfurt auf.
Highlights im Konzertbereich waren ihr Debüt mit dem Chicago Symphony Orchestra in Bruckners »Te Deum« unter der Leitung von Riccardo Muti und mit dem Hong Kong Philharmonic als Grimgerde in Wagners »Die Walküre« unter der Leitung von Jaap van Zweden. Sie war außerdem in München mit den Münchner Philharmonikern in Mozarts Requiem zu hören sowie als Waldtaube in Schönbergs Gurreliedern mit dem Bayerischen Staatsorchester, beides unter der Leitung von Zubin Mehta. Sie war außerdem in München und Frankfurt im Mozart-Requiem unter dem Dirigat von Enoch zu Guttenberg zu hören und im Verdi-Requiem mit Rundfunkchor und Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dirigiert von Simon Halsey.
In der Spielzeit 2017/18 wird Okka von der Damerau u. a. in der Rolle der Botin in der Neuproduktion »Das Wunder der Heliane« an der Deutschen Oper Berlin zu erleben sein, außerdem als Brangäne in konzertanten Aufführungen von »Tristan und Isolde« in Cleveland. Konzerte mit Mahlers 2. Sinfonie singt sie unter der Leitung von Antonio Pappano beim Enescu Festival in Bukarest und unter Kent Nagano in Berlin und München.

Termine mit Okka von der Damerau